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„Von Babylon bis zum Mond“
Dauerausstellung
LWL-Museum Ziegelei Lage

Worum geht’s in der Ausstellung?

Die Kulturgeschichte des Ziegels erspielen – das ermöglicht die neue Dauerausstellung ihren Besucher:innen. Sechs transluszente Wissensspeicher können individuell oder gemeinsam über eigens entwickelte digitale, hybride und analoge Spiele erschlossen werden. Raumgestaltung, Exponate und Interaktion formen dabei jeweils ein ganzheitliches, konzeptionell aufeinander abgestimmtes Gesamterlebnis. Ein Mediaguide verknüpft die Spiele miteinander und lädt dazu ein, in der zentralen „Zukunftsstation“ ein eigenes Haus zu errichten – als Ausgangspunkt für eine gemeinsame Reflexion über zukünftige Wohnkulturen.

Was wir geleistet haben

entspricht LP1–7 gemäß HOAS, u. a. Konzeption und Gestaltung der Ausstellung inklusive Ausstellungsgrafik, Ausführungsplanung und Überwachung der Ausführung, besondere Leistungen u. a. Spieleentwicklung (gemeinsam mit Playing History als Unterauftragnehmer)

www.playinghistory.de

Seit 2026

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  • Kompakte Wissensspeicher mit runder Grundfläche vermitteln vielfältige Inhalte auf kleinem Raum, ohne zu überfordern; Visuelle Bezüge vernetzen den Raum und führen zur zentralen Zukunftsstation.
  • Eine einleitende Ziegelwand macht Vielfalt sichtbar.
  • Die Zukunftsstation mit modularer Wechselausstellungsfläche und interaktiver „Mitmachstadt“ schafft einen offenen Begegnungsraum im Zentrum der Ausstellung.
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  • Eine raumgreifende, mit zahlreichen Exponaten bestückte Ziegelwand leitet in die Ausstellung und macht die Vielfalt von Ziegeln erfahrbar.
  • Die Gestaltung greift die traditionellen Trockenhorden auf, die auch im Außenraum noch in Betrieb sind.
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  • Ein Medientisch mit Lichtsteuerung hebt ausgewählte Exponate in der Ziegelwand hervor und liefert vertiefende Informationen.
  • Durch die Hervorhebung von Stellvertreter-Exponaten für die Geländestationen im Außenraum fungiert die Wand zugleich als Inhaltsverzeichnis der Ziegelherstellung.
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  • Aus transluzenten Glasbausteinen konstruiert, definieren die Wissensspeicher klar abgegrenzte Themenräume und bewahren zugleich die lichte, offene Raumwirkung.
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  • Die offene Wegeführung ermöglicht freies Mäandern und gleichzeitiges Eintauchen mit klarem Fokus innerhalb der Wissensspeicher.
Nachhaltigkeit
  • reversible Konstruktion
  • kreislauffähige Materialien mit langer Nutzungsdauer und guter Reparierbarkeit mit Möglichkeit zur Anschlußnutzung
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  • Der sagenhafte Turm von Babel gilt als eines der ältesten Ziegelbauwerke. Ein kompetitives Spiel mit zwei Playern macht seinen Bau und wiederholten Einsturz unmittelbar erfahrbar: Während ein Player den Turm stabil errichtet, versucht der andere, ihn gezielt zum Einsturz zu bringen. Spiel, Exponate und ein taktiles Turmmodell treten dabei in einen direkten Dialog.
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  • Die römische Villa Otrang bot Wohnkomfort im unwirtlichen Germanien: eine Fußbodenheizung aus Ziegeln (Hypokaustum) sorgte für angenehmes Raumklima. Zumindest dann, wenn die Bediensteten das Feuer schürten. Das digital-analoge Spiel versetzt die Besucher:innen mitten in das römische Housekeeping hinein. Dabei korrespondieren Interaktion, physische Exponate und Hands-On im Raum.
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  • Hilf dem Römer beim Housekeeping seiner Villa.
  • Entwerfe deinen eigenen Mosaikfußboden im Spiegel-kabinett.
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  • Um 1300 setzten sich Ziegel als Baumaterial in Deutschland durch. Die reich verzierte Fassade des Rathauses Stralsund ist ein eindrucksvolles Beispiel der Backsteingotik. In einem Highscore-Spiel, eingebettet in ein Relief des Rathauses, können Besucher:innen die Fassade selbst gestalten.
    Dabei wird deutlich: Mit Ziegeln lässt sich nicht nur bauen, sondern auch schmücken und sozialer Status repräsentieren.
  • Gestalte die Fassade und lerne die Verbindung von architektonischer Gestaltung und gesellschaftlichen Interessen kennen.
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  • Das aus Ziegeln gefertigte Berliner Mietshaus steht stellvertretend für die Lebensrealität des städtischen Wohnens während der Industrialisierung. Prachtvolle Wohnungen im Vorderhaus stehen dunklen, engen Unterkünften in den Hinterhäusern gegenüber. Das hybride Spiel macht die starken sozialen Kontrast auf engstem Raum intuitiv erfahrbar: Hinter den „Wohnungstüren“ erscheinen digitale Szenen, die in Point-and-Click-Abenteuern den Alltag der Bewohner:innen zum Leben erwecken.
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  • Die Arbeitergenossenschaft Freie Scholle setzte mit der Siedlung Siekerfelde ein markantes architektonisches Zeichen. Möglich wurde der Bau nur durch genossenschaftliche Zusammenarbeit. Das analoge Spiel übersetzt diese zentrale Idee unmittelbar: Mit Magnetangeln sollen Besucher:innen Bausteine der Wohnhäuser an den richtigen Ort befördern. Bewegen lassen sich die Bausteine dabei nur gemeinsam.
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  • Der Traum vom Einfamilienhaus: Vom Sofa aus vor einer Wohnwand mit Fernsehen und Exponaten werden traditionelle und zukunftsfähige Wohnformen spielerisch reflektiert. Per Joystick kann das Maskottchen „Toni“ durch unterschiedliche Räume und Fragen navigiert werden, Türen mit Ja- und Nein-Entscheidungen strukturieren den Weg. Am Ende der kreativen Umfrage erhalten Besucher:innen ihr individuelles Wohnprofil.
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Das Maskottchen wurde von Ronja Overländer illustriert.

www.overlaender.com

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  • Das Zentrum der Ausstellung verknüpft digitale und analoge Gestaltung: Die Museums-App, die zusätzliche Sprachen und Vertiefungsebenen bereitstellt, enthält einen Haussimulator, in dem Besucher:innen ihr eigenes Haus entwerfen können. Mit einem Klick wird dieses Teil der Ausstellung und in der projizierten Mitmachstadt verortet. Rundherum laden 15.000 Klemmbausteine zum analogen, freien Weiterbauen ein.
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  • In der zentralen Zukunfsstation ist umlaufend eine Wechselausstellungsfläche integriert: Reversible und größtenteils verschraubte Konstruktionen ohne Verklebungen gewährleisten einfache Austauschbarkeit von Exponaten und Erläuterungstexten.
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  • Eine Feedback-Station lädt dazu ein, die eigenen Gedanken mit anderen Besucher:innen zu teilen.
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  • Info- und Kartengrafik nutzt Ebenen und Licht der Glasbausteine und integriert sich in die transluzente Struktur.
  • Analoge Vertiefungsebenen mit Zusatzinfos, Abbildungen und illustrativen Infografiken sind per Direktdruck auf handliche, herausnehmbare Holztafeln aufgebracht und dadurch modular und ergänzbar.
  • Klare, kontrastreiche Grafik mit barrierearmer Typografie und verständlichen Icons.
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  • Leitsystem: strahlend gelber Gitterrost-Weg mit markanten Wegweisern
  • Taktiles Geländemodell
Zugänglichkeit
  • Unterfahrbarkeit, optimierte Bewegungsräume und Sichthöhen, schwellenloser Untergrund, klare Raumachsen
  • taktiles Geländemodell
  • erweiterbarer Medienguide mit DGS-Sprachprofil
  • leserliche Grafik nach DIN 14050
  • mehrsinnliche Vermittlungselemente
  • Kinderspur und Spielbereiche für Kinder
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  • Flexibel eingesetzte Gitterboxen und -rahmen dienen als Träger für Informationen und Hands-On auf dem Außengelände der historischen Ziegelei
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  • Animationen veranschaulichen den Betrieb von Ringofen und Maschinenziegelei
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  • Das Maskottchen Toni lädt Kinder zur Interaktion ein und gibt spielerisch Tipps und Infos
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Fotos: Christoph Steinweg

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info@filamente.gmbh
+49 251 59 68 85 60

Erphostraße 56
48145 Münster

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