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„Preußen auf See. Auf schwankenden Planken“
Sonderausstellung
LWL-Preußenmuseum Minden

Worum geht’s in der Ausstellung?

Sonnenauf- und -untergang, nächtliches Gewitter und sanfte Brisen bei Sonnenschein in einer Animation erleben, auf schwankenden Holzplanken und den Wasserflächen der weiten See den preußischen Versuchen, eine Seemacht zu sein, mit allen Sinnen nachspüren – das ermöglicht die nachhaltig geplante und realisierte Sonderausstellung. Das wechselhafte Glück der Preußen und die rauen Bedingungen auf See werden dabei konsequent in die Gestaltung übertragen: vom Raumkonzept über die Besuchsführung, die Lichtstimmung bis hin zur Grafik und Typografie bestimmt das „Schwanken“ die Ausstellung.

Was wir geleistet haben

LP 1–8 nach HOAI / 1–7 nach HOAS: u.a. gestalterische Konzeption und Gestaltung der Sonderausstellung inklusive Ausstellungsgrafik, inklusive Ausführungsplanung und Überwachung der Ausführung mit besonderem Augenmerk auf dem Einsatz nachhaltiger Materialien; besondere Leistungen u. a.: Konzeption und Gestaltung interaktiver und partizipativer Elemente, Konzeption und Integration von Licht- und Medientechnik, Gestaltung Begleitheft und Marketingmedien.

2023–2025

  • Jeder Ausstellungsabteilung sind zwei gegenüberliegende Räume gewidmet – einer repräsentiert das Land, einer die See. Erschlossen werden sie über den zentralen Flur – so „schwanken“ die Besucher:innen zwischen Land- und Seeseite hin und her.
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  • Hölzerne Landestege erschließen die Land-Räume, eine mehrsinnliche Eingangsanimation stimmt niedrigschwellig auf das maritime Setting ein.
  • Bewusster Einsatz von Lichttönen und -farben schafft raumgreifende, immer wieder wechselnde Atmosphären.

 

  • Im Eingangsbereich der Ausstellung stimmt eine Animation die Besucher:innen auf das maritime Thema ein und zeigt das Meer in allen seinen Farben und Facetten: Auf einem Landesteg stehend, erleben sie einen Tag und eine Nacht auf See, Auf- und Untergang von Sonne und Mond, nächtliches Gewitter mit Blitz und Donner und – mittels Ventilatoren realisierte – sanfte Brisen bei Sonnenschein und Möwengeschrei.
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    Zugänglichkeit
    • baulich barrierefrei gemäß DIN 18040: Unterfahrbarkeit, Sichthöhen, klare Raumachsen; Rollstuhl-befahrbarer Steg
    • immersive, mehrsinnliche und textfreie mediale Eingangsinstallation
    • Texte in einfacher Sprache, zweisprachig (de / en)
    • visuelle Barrierearmut (klare Kontraste, angemessene Sichthöhen,
      Schriftgrößen und -typen)
    • verschiedene Informationsebenen und Vermittlungsmethoden sowie mehrsinnliche Angebote
    • spielerische Interaktionen für Familien und Kinder
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    • Von einem zentralen Flur abgehend, sind jeder Ausstellungsabteilung zwei gegenüberliegende Räume gewidmet – einer repräsentiert das Land, einer die See.
    • Die Land-Räume erschließen die Besucher:innen über Holzstege, die aus wiederverwendetem Altholz realisiert wurden und nach der Ausstellung weiterverwendet werden können.
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    • Medien- und Lichtinstallationen greifen bewusst auf Bestandsgeräte wie Dia- und Overhead-Projektoren oder auch Plattenspieler zurück, die für ihren Einsatz teilweise umgenutzt und modifiziert wurden. Das hat nicht nur Nachhaltigkeitsgründe: Alter, Einfachheit und Umnutzung der Geräte spiegeln das Provisorische der preußischen Seefahrt, deren (finanzielle) Mittel und Ausstattungen häufig sehr begrenzt waren.
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    • Auch die Körper der Exponatvitrinen, die Transport- und Materialkisten von Schiffen nachempfunden sind, sind aus wiederverwendetem Altholz realisiert. Texttafeln sind an das Holz genagelt.
    Nachhaltigkeit
    • Ausstellungsbauten (Stege, Vitrinenkörper) aus wiederverwendetem und nachnutzbarem Altholz
    • Integration Bestandsvitrinen
    • Medien- und Lichtinstallationen mit Bestandsgeräten (Dia-/ Overhead-Projektoren, Plattenspieler u. a.)
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    • Die See-Räume lassen viel Raum für die Präsentation beispielsweise der See-Stücke, großformatiger Gemälde, die die Schiffe der preußischen Flotte zeigen.
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    • Zweisprachige Vertiefungsebenen wie beispielsweise Kartenmaterialien sind als großformatige Tafeln realisiert.
    • Seemannsknoten üben, seine Herkunft auf einer Seekarte verorten oder in der Koje in einer Hängematte ein Buch über das Meer und die Seefahrt lesen – zahlreiche interaktive Elemente erhöhen die Erlebnisqualität der Ausstellung zusätzlich.
    • Mit einem partizipativen Element dockt die Ausstellung zudem an den auch für das Ausstellungsthema selbst hochaktuellen gesellschaftlichen Diskurs um (Post-)Kolonialismus an: Die Besucher:innen können Objekte der Ausstellung frei mit pinkfarbenen, weithin sichtbaren Aufklebern als „kolonial“ oder „gegenwärtig“ kennzeichnen.
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    • Die Kimm – die Horizontlinie zwischen Meer und Himmel – zieht sich „schwankend“ durch alle Räume.
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    • Auch die Lettern der Headlines sind mal nach rechts, mal nach links geneigt und spiegeln so die „schwankenden Planken“ und das wechselhafte Glück der preußischen Seefahrt.
    • Mit seinen schiefen Schnittkanten, der schwankenden Typografie und seinen Farbfiltern fügt sich das Begleitheft optimal an die Ausstellungsgrafik an.
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    • Die Marketingmedien setzen mit der Kimm, dem Spiel von unter und über dem Wasser und den geneigten Lettern der Headlines konsequent die Ausstellungsgrafik fort.

    Fotos: Christoph Steinweg

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